Was ist an Karfreitag und Ostern mit Jesus passiert?

Das Leben von Jesus

Der Auftrag von Jesus

Jesus Christus ist geboren worden, um zu sterben. Er heiratete nicht und gründete keine Familie. Er besaß kein Bankkonto und keinen eigenen Esel. Er lebte, wie es damals für Wanderprediger üblich war: In Begleitung von zwölf Schülern durchzog er das Land, lebte von dem, was andere ihm gaben, schlief dort, wo man ihm einen Schlafplatz anbot. Zur Bestätigung seiner Worte heilte er Blindgeborene, stillte mit einem Wort einen Sturm und wirkte viele andere Wunder. Die religiöse Elite war ziemlich beunruhigt. Warum nur zog Jesus die Massen so an? Warum waren seine Worte so kraftvoll, sein Leben so tadellos? Aus Angst und Neid machten die religiösen Führer aus Jesus einen Volksverhetzer und verurteilen ihn zum Tod.

Jesus wird gekreuzigt

Das Drama nahm seinen Verlauf: Jesus wurde zum Tod durch Kreuzigung verurteilt. Die Beweislage zu seiner Anklage fiel in sich zusammen. Trotzdem ließ der Vertreter der römischen Besatzungsmacht, Pilatus, ihn auspeitschen und dem Hinrichtungskommando übergeben. Es folgte ein Verspottungsritual. Die römischen Soldaten setzten ihm eine Krone aus Dornen auf, hängten ihm zum Zeichen seiner „Königswürde“ einen Purpurmantel um und lästerten ihn mit den Worten: „Sei gegrüßt, König der Juden!“ (aus Matthäus 27,29). Dann spuckten sie Jesus ins Gesicht und führten ihn ab zum Hinrichtungsplatz nach Golgatha. Soldaten nagelten den ausgepeitschten Körper des Verurteilten an einen Querbalken und zogen ihn anschließend an einem Pfahl hoch.

Die Botschaft an das Volk war eindeutig: Das machen wir mit jedem, der sich als Sohn Gottes ausgibt! Doch schon kurze Zeit später bezeugte der römische Kommandeur genau das, indem er hervorstieß: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ (aus Matthäus 27,54). Was war passiert? Er hatte den lauten Schrei des Gekreuzigten gehört; die Worte vernommen: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“ (aus Lukas 23,46). Parallel dazu hatte es eine plötzliche Dunkelheit und ein Erdbeben gegeben, der Vorhang im Tempel war zerrissen und über der Hinrichtungsstätte lag eine Furcht einflößende, bleierne Schwere. So etwas hatte der Kommandeur noch nie erlebt. Offensichtlich protestierte die Natur mit aller Gewalt gegen den Tod dieses Gerechten. Da war nicht jemand an den Folgen der Kreuzigung erstickt, sondern Jesus war gestorben wie einer, der selbst den Todeszeitpunkt bestimmen konnte (vgl. Johannes 10,18).

Seine Auferstehung

Doch damit waren die außergewöhnlichen Ereignisse um die Person von Jesus noch nicht zum Abschluss gekommen. Sein Leichnam wurde in ein Felsengrab gelegt, versiegelt und mit einer bewaffneten römischen Wache gesichert. Um der Ankündigung von Jesus, er werde nach drei Tagen auferstehen, entgegenzuwirken, wälzte man einen großen Stein vor die Graböffnung. Doch vergeblich – exakt drei Tage später war der Stein beiseitegerollt und von der Leiche nichts mehr zu sehen. Die Verantwortlichen gerieten in Erklärungsnot. Wo ist der Gekreuzigte? In Jerusalem begann das Gerücht zu kursieren, Jesus sei auferstanden. Da Jesus sich aber nur seinen Anhängern zeigte und nicht der Öffentlichkeit, war die Meinung der Stadtbevölkerung geteilt. Geteilt bis heute, denn weder die römischen Behörden noch die religiösen jüdischen Führer haben der Gesellschaft je den Leichnam Jesu als Gegenbeweis zur Auferstehungsbehauptung präsentieren können.

Umstrittene Glaubwürdigkeit

Kann man den Berichten vom Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Glauben schenken? Sie wurden uns überliefert von Augenzeugen wie seinen Schülern Matthäus und Johannes. Alle diese Berichte haben eine Gemeinsamkeit. Sie stammen von Menschen, die in ihrer Erwartung eines Messias völlig von der Realität des Lebens Jesu überrascht wurden. Die Schüler von Jesus waren nicht leichtgläubig (vgl. Johannes 20,25; Matthäus 28,17). Sein Handeln und Wirken entsprach oft nicht ihrem Wunschdenken. Trotzdem zeichnen sie ein übereinstimmendes Bild – weil sie ihn erlebt hatten.

Der römisch-jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus berichtete um das Jahr 90 n. Chr. in seinem Werk Jüdische Altertümer von der historischen Existenz Jesu. Er schrieb Folgendes: „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und viele aus dem Heidentum an sich. Er war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tag wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorherverkündigt hatten.“ (Clementz, Heinrich (1899): Des Flavius Josephus Jüdische Altertümer. Bd. II., S.515f.)

Was denkst du?

Heute existieren eine Vielzahl von Gegendarstellungen und Meinungen zu Jesus. War er ein Religionsstifter, ein Prophet oder einfach ein guter Mensch mit revolutionären Ideen? Hat er Menschen verführt, war er ein Hochstapler, ja der größte Lügner aller Zeiten? Was wäre, wenn er am Ende tatsächlich der war und ist, für den er sich ausgab: der Christus, der Sohn Gottes, der Retter der Welt? Wir brauchen hier absolute Klarheit, denn wenn Jesus der Sohn Gottes ist, hat das Einfluss auf das Leben eines jeden Menschen. Deshalb: Mach dich auf die Suche und finde es heraus.