Ewig leben: Nur ein Wunschtraum?

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. Klar, in den unterschiedlichen Kulturen und Epochen wird er immer ein wenig anders dargestellt, aber er ist in fast allen Religionen zu finden. Es scheint somit ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, über die Frage Klarheit zu bekommen: Wie geht es nach dem Tod weiter? Der Tod ist wohl unausweichlich, doch soll damit schon alles zu Ende sein?

„Die letzten Tage des Todes“?

Mittlerweile interessiert sich auch die Wissenschaft für diese Frage, stellt sie allerdings etwas anders: Sollte es möglich sein, irgendwie den Tod zu umgehen und das Leben zu verlängern? Irgendwann vielleicht sogar für ewig? Der Historiker Yuval Noah Harari spricht schon von den „letzten Tagen des Todes“ und hält den Tod für „ein technisches Problem, das wir lösen können und lösen sollten“. Die Mehrheit der Forscher distanziert sich heute (noch) von Unsterblichkeitsträumen. Doch wie auch immer: Würdest du wirklich wollen, dass dein Leben unendlich verlängert wird?

Der Experte für ewiges Leben

Keiner hat sich bisher zum Thema „ewiges Leben“ so klar und definitiv geäußert wie Jesus. Und es gibt gute Gründe, seinen Worten dazu nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Vertrauen zu schenken. Für Jesus war klar, was das ewige Leben ausmacht. Nach dem Tod würden Menschen teilhaben an Gottes neuer Welt, an seinem Reich, an seiner Herrlichkeit, am Himmel selbst. Natürlich würde damit Freude und Ruhe verbunden sein, aber nicht nur, sondern auch erfüllende und beglückende Aktivität. Vor allem Gemeinschaft mit Gott ohne jede Störung und Unterbrechung.

Was muss ich tun, um ewig zu leben?

Klingt gut? Ja. Aber: „Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?“ (Matthäus 19,16) Das wurde Jesus von einem jungen Mann gefragt. Und diese Frage treibt Menschen bis heute um und wird bei Licht besehen sogar zu einer entscheidenden Frage. Jesus macht klar, dass diese Frage sich nicht mit „Gutsein“ beantworten lässt, denn wer ist schon von sich aus „gut“ als allein Gott? Auf diesem Wege lässt sich die Frage nicht beantworten. Wie denn?

Eine Frage der Beziehung

Jesus macht den Menschen zunehmend deutlich, dass er gerade deshalb unter ihnen ist, um auf diese Frage eine Antwort zu geben. Nicht nur das, es wird auch deutlich, dass er selbst die Antwort ist. Deshalb wundert es nicht, dass ein Begleiter von ihm, Johannes, später einmal von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, schreibt: „Dieser ist selbst der wahre Gott; er ist das ewige Leben“ (1. Johannes 5,20). Es kommt offensichtlich auf die Beziehung zu Jesus Christus an, der das ewige Leben ist und der das ewige Leben gibt. Und diese Verbindung ist durch den Glauben möglich. Wieder ist es Johannes, der es ganz einfach ausdrückt: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36).

Ewiges Leben beginnt im Hier und Heute

Doch nun kommt eine Überraschung. Dieses Leben ist nicht nur etwas Zukünftiges. Das ewige Leben beginnt für den Glaubenden schon hier. Jesus sagt das mehrfach zu: „Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben getan“ (Johannes 5,24). Fällt dir auf, mit welcher Bestimmtheit er das sagt: „der hat … auf ihn kommt … er hat“? Dieses ewige Leben ist ein qualitativ völlig neues Leben, das schon im Hier und Heute beginnt und beim letzten Gericht nicht mehr in Frage gestellt wird. Ja, dieses Leben hat den Tod schon hinter sich. Alles, was je von Gott trennen könnte, ist beseitigt. Mehr Zusicherung geht nicht.

Der Tod ist besiegt

Davon musst du nicht träumen, das darfst du glauben. Und wie gesagt, aus gutem Grund. Jesus kam zu uns aus Gottes Herrlichkeit, um uns als jemand, der sich auskennt, diese Sicht „hinter den Vorhang“ zu öffnen. Er ging auch für uns ans Kreuz, um die Schuld zu tragen, die uns bisher von Gott trennte und weswegen die Verurteilung über uns schwebte. Und Jesus ist auferstanden, um den Tod für immer zu besiegen und damit wir den Schritt vom Tod ins Leben tun können. Wenn es jemanden gibt, der unser Vertrauen verdient, dann sicher er.

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